Buddenbrooks - ein Klassiker wird 125 Jahre alt

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00:00:01: Reif fürs Museum.

00:00:04: Der Podcast der Lübecker Museum.

00:00:12: Im Hintergrund hört ihr noch die Glocken von Sankt Marine.

00:00:15: Wir sind nämlich ganz in der Nähe, aber dazu gleich mehr.

00:00:17: In diesem Jahr gibt es ein besonderes Jubiläum.

00:00:21: vor hundert und zwanzig Jahren, also nineteenhundert eins, wurde der berühmte Roman Buddenbrooks verfall einer Familie von Thomas Mann veröffentlicht und das wollen wir jetzt ein bisschen feiern.

00:00:31: Also wir feiern schon mal so ein bisschen vor und mit keinem besseren Gast, den man sich wünschen kann als Dr.

00:00:36: Karin Heuer, der Direktorin des Buddenbrooks Hauses, Moin Karin.

00:00:39: Moin, hallo.

00:00:40: Schön, dass du Zeit hast.

00:00:42: Ja und wir sind jetzt passenderweise im Shop Buddenbrooks am Markt, fünfzehn, seit der umbaubedingten Schließung des Buddenbrooks Hauses.

00:00:50: Ist das hier das ausgelagerte Info Center erstens und natürlich auch der Museumshop mit Buchshop und ganz vielen anderen Sachen.

00:00:57: Aber darüber sprechen wir gleich.

00:00:59: Genau.

00:00:59: Hier bekommt ihr auf jeden Fall so ziemlich alle Bücher von und über die Familie Mann.

00:01:05: Ich sehe da schon im Regal stehen den dicken Welzer Buddenbrooks.

00:01:09: Thomas Mann hat mit diesem Werk seiner Heimatstadt Lübeck ein literarisches Denkmal gesetzt.

00:01:16: Doch zunächst waren ja die Lübeckerinnen und auch die Lübecker über den Roman gar nicht so begeistert, als der Ninzehundert eins veröffentlicht wurde.

00:01:24: Thomas Mann beschreibt ja in dem Buch das Schicksal einer Lübecker-Kaufmannsfamilie im neunzehnten Jahrhundert.

00:01:31: Einige der Figuren sind an damals in Lübeck lebende Personen angelehnt und die werden auch so ein bisschen auf ironische Weise dargestellt.

00:01:39: Karin, was hat die Lübeckerinnen und Lübecker daran so gestört?

00:01:43: Man könnte ja auch sagen, ist doch super, dass ich da in dem Buch vorkomme.

00:01:47: Heute sagen sie das natürlich auch.

00:01:48: Es kursierten ja den Schlüsselisten in Lübeck, mit denen man versuchte klarzumachen, welcher reale Mensch steckt hinter welcher literarischen Figur.

00:01:55: Ist ja auch einmal gesagt, dass die unterschiedlich sind.

00:01:58: So einfach war es also gar nicht, das aufzuschlüsseln.

00:02:00: Ja, man fühlte sich bruskiert.

00:02:01: Man wurde irgendwie bloß gestellt, karikiert.

00:02:04: Heute ist man sehr stolz, wenn man seine Ahnen auf dieser Liste wiederfindet.

00:02:07: Das betraf auch die Familie Mann, der Onkel von Thomas Mann.

00:02:11: Friedrich Mann fühlte sich als Christian Bonn-Buchten natürlich auch noch in einer Irrenanstalt endet.

00:02:16: vor aller Augen verunglipfend und schaltete dann eine Anzeige in der Zeitung, in der er seinen Neffen als Nestbeschmutzer darstellte.

00:02:24: Und Thomas Mann hat sich darüber sehr geärgert, hat aber auch gesagt, mein Christian hätte so eine dumme Anzeige niemals geschaltet.

00:02:29: Also es gibt immer noch einen Unterschied zwischen Literatur, zwischen Literatur und Wirklichkeit.

00:02:34: Also da wurden richtig die Bandagen rausgeholt und ein bisschen gekämpft.

00:02:37: dann?

00:02:38: Ja, also innerhalb der Familie ging es hart zur Sache, das würde ich auch sagen.

00:02:41: Es gibt auch Überlieferungen im Stadtarchiv Lübeck.

00:02:45: Lebensgeschichten von E-Marlin Klassenkameraden, Thomas Mann, so aus dieser Generation, dass der Name Thomas Mann am Abendbrotisch nicht mehr genannt wurden durfte eine Zeit lang.

00:02:54: Das ist ja gemein.

00:02:55: Nur weil er das Buch geschrieben hat.

00:02:58: Es soll ja sogar eine Buchhandlung gegeben haben und das haben wir ja eben schon gehört, die Listen kursierten, aber diese Buchhandlung hat wohl den Käuferinnen und Käufern des Romanens gleich diese Liste mitgeliefert, damit man eben ganz genau wusste gleich, wer, wer ist.

00:03:10: Und das ist eigentlich ein ganz gutes Marketingkonzept.

00:03:12: Hätte man sich ja eigentlich gar nicht besser ausdenken können, oder Karin?

00:03:15: Ja, absolut.

00:03:15: Diese Bundesbuchhandlung gibt es deutlich später, also in den Zwanzigerjahren.

00:03:19: Die machte dann auch Kranios Pleite über die Weltwirtschaftskrise in den Neuzwanzig.

00:03:23: Aber ja, es gab da diese Schlüssel-Listen, die gleich mit ausgehändigt wurden.

00:03:27: Thomas Mann war übrigens zur Eröffnung dieser Buchhandlung da.

00:03:30: Und da wurden aus Szenen aus dem Roman nachgespät.

00:03:32: Da gibt es ganz aufregende Fotos von bei uns im Bestand mit eben ja kostumierten Bürgerinnen und Bürgern in... die das Szenen des Romats nachspielen.

00:03:42: Unglaublich, das ist für damelige Verhältnisse eigentlich schon ein Marketing-Maschinerie, die ja erstaunlich ist, die man sich eigentlich ja so für heute vorstellt.

00:03:48: Eine Art früß Crossplay würde ich das mal nennen, absolut.

00:03:53: Karin Samuel Fischer, der Verleger von Thomas Mann, wollte ja, dass er ein schlankes Manuskript ab.

00:03:59: Liefer, doch er hat sich daran nicht gehalten und einen richtigen Welter geschrieben.

00:04:04: Der Verleger wollte dann, dass Thomas Mann stark kürzt, um die Hälfte ungefähr, doch der junge Schriftsteller, der weigerte sich.

00:04:13: Sagt er, ne, mach ich nicht.

00:04:14: Und der Roman ist ja je nach Ausgabe zwischen achthundert und tausend Seiten stark.

00:04:21: Woher nahm Thomas Mann dieses Selbstbewusstsein, seinem Verleger zu sagen, ich mach das nicht, das bleibt so, das ist perfekt.

00:04:30: Es war ja sein Debüt-Roman, der hatte ja noch gar nicht so viel geschrieben.

00:04:34: Fischer hätte ihn ja auch einfach rausschmeißen können.

00:04:37: Wie siehst du das?

00:04:39: War das Selbstvertrauen oder auch so ein bisschen Größenwahn und Arroganz von seiten Thomas Manns?

00:04:45: Beides gehört ja bei Thomas Mann schon eng zusammen, würde ich so sagen.

00:04:49: Das ist Lübecker-Patrizia-Dünkel und große Überzeugung vom eigenen Talent.

00:04:55: Das war eine Frechheit.

00:04:56: Samuel Fischer war der deutsche Star-Verleger.

00:05:00: Thomas Mann war eigentlich niemand.

00:05:01: Da hat er so ein paar Erzählungen geschrieben, die waren Fischer positiv aufgefallen.

00:05:04: Ja, er hat ihn auch ermuntet, zu einem längeren Prosawerk.

00:05:07: Aber so weit zu gehen, nachher eine Kürzung zu vermeiden, das war wirklich

00:05:11: frech.

00:05:12: Dass Fischer sich darauf eingelassen hat, Sensation gewesen und wir kennen leider nur die Briefe von Samuel Fischer an Thomas Mann.

00:05:19: Wir wissen kennen aber die sind eine entscheidende Antwort nicht, als mit der Thomas Mann an Samuel Fischer gerichtet eben verweigerte zu kürzen.

00:05:26: Aber Thomas Mann hat später erzählt, das war der Brief seines Lebens.

00:05:30: Typisch Thomas Mann.

00:05:32: Also eigentlich muss man sehen, Fischer hat ihm ja eine Chance gegeben als unbekannten Schriftsteller.

00:05:37: Absolut,

00:05:37: das war das Trittbrett.

00:05:39: Ohne Samuel Fischer ist Thomas Mann nicht zu denken.

00:05:42: Und wenn er jetzt, wenn Fischer gesagt hätte, nee, ich mach das nicht, das lassen wir mit dem Buch.

00:05:49: Wovon hätte Thomas Mann eigentlich gelebt?

00:05:51: Das bedeutete ja auch Einkommen zu veröffentlichen.

00:05:54: Ja, das ist richtig.

00:05:55: Thomas Mann hat seinen Vater ja relativ jung verloren und bekam deshalb eine Appanage monatlich ausgezahlt aus seinem Erbe.

00:06:04: Von diesem Erbe konnte er auch leben.

00:06:07: Nicht ganz so in dem Stil, wie er sich das selber vorgestellt hat, aber er konnte davon leben.

00:06:12: er zusätzlich ja dann immer mal so Jobs, die eigentlich alle irgendwie gehasst hat.

00:06:15: Er hat mal als Redaktorin bei dem Symbolizist die Muske gearbeitet.

00:06:18: Er hat mal angefangen bei einer Feuerversicherungsgesellschaft in München.

00:06:22: Aber sein Traum war es und auch sein erklärtes Lebensziel von seinem schriftstellerischen Wirken leben zu können.

00:06:28: Und das wäre unossam und für Scher extrem schwierig geworden.

00:06:31: Eine luxuriöse Position, die sich jeder Künstler wünscht.

00:06:33: Ja, die Appanage kommt sowieso und alles andere kommt dann noch an Top.

00:06:37: Das ist ja wunderbar.

00:06:39: Ja, wo hört das Selbstbewusstsein auf?

00:06:40: Wo fängt der Größenwahn an?

00:06:42: Man weiß es nicht.

00:06:42: Ja, das

00:06:43: ist, glaube ich, oft eine feine Linie.

00:06:45: Und die Grenzen sind fließend, Karen, oder?

00:06:47: Für Thomas Mann kann man das sicher so sagen, ja.

00:06:50: Wir sind ja jetzt hier im Museumshop, also beziehungsweise auch im Infocenter, und das ist so ein Laden.

00:06:56: Ich kann euch sagen, wenn ihr noch nie hier wart, wenn man so Thomas Mann Fangirl oder Fanboy ist, dann kriegt man hier sofort, wenn man reinkommt, leuchtende Augen, weil hier gibt es ja wirklich alles.

00:07:06: Also es gibt von Ich wollte gerade sagen Comics, aber man sagt ja Graphic Novels.

00:07:10: Das hört sich ja noch so ein bisschen anspruchsvoll an.

00:07:13: Von der Thomas Mann Graphic Novel bis zu Filmen, höher Büchern, es gibt sogar Socken.

00:07:18: und es gibt auch wirklich Sachen Karin, die es ja wirklich nur hier gibt.

00:07:22: Ja, also es ist schon richtig gesagt, hier gibt es erstmal alles an literarischen Texten in unterschiedlichen Ausgaben.

00:07:27: Zu Thomas Mann von der ganzen Familie Mann, sogar nicht nur Thomas Mann.

00:07:31: Aber klar, wir reussieren vor allem mit unseren eigenen Produkten.

00:07:36: Also und die reichen dann vom Regenschirm mit bis hin zur Socke mit Bodenbruchsfiguren drauf.

00:07:44: Und ja, hier kriegt man schon so alle Hand.

00:07:46: Sogar euer Verkaufsschlager war ja auch das Geschirrtuch.

00:07:51: wieder aufgelegt jetzt.

00:07:52: Ja, ich habe das auch mehrfach schon verschenkt.

00:07:54: Das war mit einem Bunnbuchs-Citar drauf.

00:07:56: Das putzt ganz ungemein.

00:07:58: Das war natürlich Sinnstiffen für ein Geschirrtuch.

00:08:00: Wenn man damit so lässt sich dann, wenn man Gäste hat abends noch mal so beim Essen an den Tisch kommt, kann man gleich signalisieren, ja, ich bin ein gebildeter Mensch.

00:08:08: Genau.

00:08:08: Und gut verkauft haben sich auch die schönen Socken jetzt bei den Temperaturen.

00:08:13: Die dicken Socken, das ging ja auch sehr gut über den Tisch.

00:08:17: Ja, da ist erstaunlich, dass die Jahreszeit fast völlig egal ist.

00:08:20: Also diese Socken werden wir auch jetzt zum Jubiläum noch mal einen neuen Farben wieder auflegen.

00:08:24: Die gibt es jetzt noch in nur noch kleinen Größen in Türkis Grün.

00:08:29: Wir denken jetzt in Richtung Flieder.

00:08:31: Mal gucken, was es wird.

00:08:32: Aber das ist definitiv einer unserer Verkaufsschlager, egal zu welcher Jahreszeit.

00:08:35: Also wenn ihr wollt, könnt ihr Buddenbruchs lesen, dazu die Socken tragen, ein Glas Rotwein trinken und von Niederegger gibt es hier auch noch so eine Sonderedition und dazu dann Marzipan essen.

00:08:43: Thomas Mann Marzipan.

00:08:44: Und ich glaube, ihr habt in Arbeit eine neue Edition, was wird das?

00:08:49: Wir als Bundenburg Haus veröffentlicht in Anfang Februar ein neues Buch, das von den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen, inklusive meiner Person entstanden ist.

00:08:58: Das heißt, hoch alle Tod, hundert Eins.

00:09:01: Fragen und Antworten zu Budenburgs.

00:09:03: Ja, auch mit dem geben wir da noch ein bisschen auf die Tournee.

00:09:06: Also wir haben schon einige Buchpräsentationen dazu geplant.

00:09:10: Ja, wir sind gespannt, wie das ankommt.

00:09:12: Und so eine Frage und eine Antwort aus dem Buch?

00:09:17: Zum Beispiel sinngemäß zitiert, die Frage ist ein bisschen pfiffiger gestellt.

00:09:22: Welches Tier sitzt bei Dr.

00:09:24: Brecht, dem Zahnarzt, an der Rezeption?

00:09:28: Ich gehe ganz offen zu, ich habe keine Ahnung.

00:09:30: Ich müsste jetzt die Antwort mir angucken, Karen.

00:09:32: Du musst jetzt das Buch kaufen.

00:09:34: Das kann ich ja jetzt noch nicht.

00:09:35: Karen, wie ist die Antwort?

00:09:37: Es ist der Papagei Jakobus, der die Ja, was möchte ich sagen?

00:09:41: Die Patienten dort vor Ort begrüßt und immer sagt, einen Moment, weil er momentan nicht aussprechen kann.

00:09:47: Sehr schön.

00:09:48: Mit dem Buch kann ich ja dann nochmal so richtig in das Insider-Wissen eintauchen.

00:09:51: Karin,

00:09:52: wenn ich mich jetzt, wenn ich sozusagen neuling noch bin in dieser Materie, mich noch nicht so sehr mit dem Bodenbruchs bisher beschäftigt habe und Thomas Mann, was sind deine Top drei, was sollte ich mitnehmen, wenn ich mich in das Thema einarbeiten will?

00:10:06: Ich empfehle trotzdem, das Buch zu lesen.

00:10:08: Gerne die leinen, gebundene Ausgabe.

00:10:11: Wir haben schon gehört, Bodenbruchs ist ziemlich lang.

00:10:12: Das heißt, wenn man die Taschenbuchausgabe kauft, was man natürlich aus Kostengründen durchaus auch machen kann, dann ist der Druck klein, das Papier sehr dünn.

00:10:20: Ich würde immer raten, eine vernünftige Ausgabe zu kaufen, was dem Text entspricht, was aber auch das Lesen einfach leichter machen würde.

00:10:28: Ansonsten ist immer ein guter Einschick für das Gesamtwerk von Thomas Mann auch bei Bodenbruchs.

00:10:33: Das Hörbuch ist sehr berühmt eingelesen von Gett.

00:10:35: Westfall.

00:10:36: Es gibt ein ganz, ganz tolles Hörspiel.

00:10:40: Irgendeiner der vielen Filme, die es gibt.

00:10:42: Buddenburgs ist ja viermal verfilmt worden.

00:10:44: Einer der berühmtesten Verfilmungen ist wahrscheinlich die aus den fünftiger Jahren mit Lilo Pulver wirklich kongenial als Toni Buddenburg.

00:10:52: Ich würde es allein schon wegen Lilo Pulver kaufen.

00:10:54: Ja,

00:10:54: du bist ein Fan, ne?

00:10:55: Ich bin ein

00:10:55: großer Fan, ja.

00:10:56: Aber das kriege ich ja hier auch im Shopfilme und Hörbücher.

00:11:00: Da seid ihr ja auch sehr gut bestückt.

00:11:02: Ja, absolut.

00:11:03: Man kriegt auch hier alles an Medien, was sich auf dem Markt zu tun, was man gibt.

00:11:07: Das Schöne ist, wenn ihr hier ein Buch kauft im Shop.

00:11:11: Dann kann man das hier sozusagen veredeln lassen mit einem ganz besonderen Stempel, den es eben wirklich nur hier gibt.

00:11:19: Und wir gehen jetzt mal zu Alexander an die Kasse, der holt schon mal die Stempel raus.

00:11:23: Es gibt glaube ich zwei unterschiedliche Motive, oder Alexander?

00:11:26: Oh,

00:11:26: es gibt zwei unterschiedliche Motive, aber eins dieser zwei unterschiedlichen Motive gibt es noch in drei verschiedenen Schriftzügen.

00:11:32: Je nachdem, ob man dann gerne einen Thomas Mann, Heinrich Mann oder Buttenbrock Schriftzug neben dem Haus

00:11:39: im Buch

00:11:39: haben will.

00:11:41: Wir machen jetzt mal den Vergleich.

00:11:42: Also es gibt einen quadratischen Stempel, wenn ich das richtig sehe, und so ein runden Stempel.

00:11:46: Und wir wollen jetzt mal sehen, wie hört sich der runde Stempel an?

00:11:51: Ich würde es vorhin sehen.

00:11:55: Alexander hat das sehr soft hier drauf gedrückt und das steht jetzt drauf.

00:11:58: Buddenbrughaus Lübeck.

00:12:00: Mit dem Buddenbrughaus Motiv in der Mitte.

00:12:04: Jetzt kommt Stempel Nummer zwei.

00:12:06: Und das ist das Stempelkissen.

00:12:08: Ein schönes Stempelkissen.

00:12:11: Und der hört sich so an.

00:12:14: Ah, ihr habt den Unterschied gehört.

00:12:18: Ihr klingt ganz anders.

00:12:19: Und das ist auch das Bodenbrookhaus.

00:12:21: Ja, und da steht an der Seite dann Heinrich Mann.

00:12:23: Genau.

00:12:24: Und das könnt ihr hier euch in die Bücherstempel lassen, die ihr hier gekauft habt.

00:12:27: Und dann ist es wirklich, also zusätzlich zu dem sowieso schon besonderen Buch, noch ein besonderer Stempel.

00:12:34: Ah, hier sind die beiden anderen.

00:12:36: Auf dem einen steht Bodenbrookhaus an der Seite und an dem anderen eben Thomas Mann.

00:12:39: Und ich kann mir aussuchen, was ich will.

00:12:41: So ist das ganz genau.

00:12:43: Danke, Alexander.

00:12:44: Vielen

00:12:44: Dank.

00:12:44: Und du kannst sehr gut stempeln, das haben wir schon mal gesehen.

00:12:46: Vielen

00:12:47: Dank.

00:12:47: Karin, eine Frage habe ich noch.

00:12:49: Der Roman Bunnbruchs, der ist ja in den Jahr nineteenhundert und eins erschienen.

00:12:54: Das ist unstrittig, aber wenn man jetzt im Netz guckt, das habe ich gemacht, dann findet man unterschiedliche Angaben zum... Genauen Erscheinungsdatum.

00:13:03: Immer wieder taucht da der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der.

00:13:25: Ich weiß darüber nichts.

00:13:26: Ich vermute aber genau das.

00:13:28: Der Wikipedia-Eintrag, der diese falsche Angabe macht, verweist auf einen Text von Thomas Mann, der Lebensabriss, in der Thomas Mann Autobiographis ein Leben erzählt.

00:13:37: Da steht es halt auch schon falsch drin.

00:13:38: Thomas Mann hat... In der Retrospective immer versucht sein Leben ein wenig schöner zu machen, ein wenig zu runden.

00:13:44: Da in dem Lebensabriss erzählte zum Beispiel, dass das Buch schon nineteenhundert erschienen ist, was schön gewesen wäre, dann wäre er fünfundzwanzig gewesen.

00:13:52: Da steht er nämlich auch drin in diesem Lebensabriss und dass er mit fünfzig war, als der Zauberberg erschien.

00:13:56: Da haben wir so eine Rundung.

00:13:58: Er war aber auch nicht fünfzig als der Zauberberg erschien, sondern neunundvierzig.

00:14:01: Also wir glauben, es geht ein bisschen zurück auf Thomas Manns eigene Fake Story.

00:14:05: Also wir haben es nochmal sehr gründlich recherchiert.

00:14:08: Der Roman ist erschienen am thirzehnten Oktober.

00:14:12: Gut, dass wir es geklärt haben.

00:14:14: Auch wenn der große Schriftsteller sein Leben an der einen oder anderen Stelle so ein bisschen editiert hat selber.

00:14:19: Und die anderen haben es dann falsch von Wikipedia abgeschrieben.

00:14:22: Wie das heute eben sehr oft passiert.

00:14:24: Hundert und zwanzig Jahre Buddenbrugs.

00:14:27: Es wird natürlich noch eine besondere Ausstellung dazu geben in diesem Jubiläumsjahr.

00:14:31: Karin, was passiert noch?

00:14:33: Ja, also die Ausstellung eröffnen wir erst.

00:14:35: Zum im Oktober, eben passend zum eigentlichen Erscheinungsdatum, Family Affairs, hundert und zwanzig Jahre.

00:14:41: Bodenburgs heißt diese Ausstellung, die wird sehr modern.

00:14:45: Also es ist der Versuch, eine Brücke zu schlagen, von nineteen Jahrhundert, in dem ja der Roman spielt in unserer Zeit.

00:14:52: Und diese Brücke zu schlagen ist uns sehr, sehr leicht gefallen, weil dieser Text eben so modern ist.

00:14:58: Ja, und bis dahin haben wir natürlich Programm das ganze Jahr über.

00:15:01: Wir haben jetzt schon angefangen, in vierwöchigen Abstand mit dem Theater Lübeck zusammen den Roman zu lesen an wechselnden Orten in der Stadt.

00:15:09: Dazu spielen Musikerinnen der Lübecker Philharmonie.

00:15:14: Sie interpretieren die gelesene Textstelle.

00:15:17: Und ja, so hangeln wir uns durch das gesamte Jahr.

00:15:19: Also wir lesen in Lübeck dem Ort des Geschehens einmal den Roman von vorne bis hinten.

00:15:24: Super Idee.

00:15:25: Und wo passiert das?

00:15:26: im Februar, Karen?

00:15:27: In der Ernestin-Schule, in der alten Mädchenschule am Coburg.

00:15:31: Sehr schön.

00:15:32: Und wenn ich jetzt sage, okay, Thomas Mann, interessiert mich und mich interessiert, was da jetzt im Laufe des Jahres passiert, finde ich dann auf der Seite des Buddenburg-Hauses die Termine oder wo muss ich gucken?

00:15:43: Ja.

00:15:44: Wir sind natürlich immer schneller auf Social Media, also ich lege auch allen unseren Instagram-Account, Bodenburg Haus, Lübeck ans Herz, aber ansonsten klar, es steht alles auf unserer Website mit sehr, mit umfassenderen Informationen und in der Regel auch direkt mit dem Ticketlink.

00:15:58: Das ist ja toll.

00:16:00: Das ist neu und wir finden es gut.

00:16:02: Auf jeden Fall.

00:16:04: Und wenn ihr euch weiter auf das Thema einstimmen wollt, wie gesagt, Bodenburgs am Markt, kommt einfach mal her.

00:16:10: Es lohnt sich.

00:16:11: Auf jeden Fall.

00:16:11: Hier findet jeder irgendwas.

00:16:14: Ich finde ja auch die, muss ich sagen, Karen, die Ringschirme richtig gut.

00:16:18: Und die Fußmatte.

00:16:19: Ja, ich liebe unsere Fußmatte.

00:16:21: Man sieht eine schwarze Fußmatte.

00:16:22: Darauf ist die Silhouette des Bodenburghauses.

00:16:25: Unter drunter steht Dominus Providebit, der Herr wird vorsorgen, was ja auch der Claim ist über den Portal unseres Hauses.

00:16:30: Ja,

00:16:31: können wir eigentlich auch mal vor die Tür legen bei uns.

00:16:33: Ja, sieht ein bisschen schicker und eindrucksvoller aus als dieses farblose, graue Ding, was da bisher liegt.

00:16:39: Ja,

00:16:39: das macht gar keine Lust zum Eintreten.

00:16:42: Danke, Karin.

00:16:43: Was wünschst du, buddenbruchs, zum Hundert- und zwanzigjährigen?

00:16:48: Eine vielfältige Wiederlektüre, eine Diskussion wieder über diesen Roman und im Fokus des Textes steht Familie.

00:16:55: Die Familie ist eine anthropologische Konstante seitdem es Menschen gibt.

00:16:59: Gibt es Familien?

00:17:00: Wir finden eine familiären Bindung zusammen.

00:17:01: Also eine Wiederdebatte über Familie.

00:17:04: Was ist das eigentlich?

00:17:06: Fessel oder Rettungsseil?

00:17:08: Darüber will ich mich freuen.

00:17:09: Es kann so vieles sein.

00:17:10: Und vielleicht auch vieles auf einmal.

00:17:12: Das ist eine schöne Diskussion.

00:17:14: Also ich glaube mit positiven, aber auch negativen Gefühlen.

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