Ein Reiseführer für die Seidenstraße
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00:00:01: Reif fürs Museum.
00:00:04: Der Podcast der Lübeckermuseen, die haben auch in diesem Jahr wie jedes Jahr einen thematischen Schwerpunkt und in diesem jahr heißt er unterwegs finde ich ganz spannend.
00:00:18: ja und ich denke da sofort ans reisen und dazu passt natürlich wunderbar die legendäre seitenstraße mit sechs tausend vierhundert Kilometern länge eine der bekanntesten handels- und reiseruten der welt Und das ja schon seit der Antike.
00:00:33: Ja,
00:00:34: es ist ein legendäres Netzwerk!
00:00:36: Es geht auch in dieser neuen Ausstellung der Sammlung der Kulturen der Welt genau um dieses Netzwerk und die Ausstellung heißt Der Lübecker-Diwan – Ein Reiseführer für die Seidenstraße.
00:00:46: Und sehen könnt ihr die Ausstellungen ab dem siebten März in den Räumen des St.
00:00:51: Annenmuseums.
00:00:52: Wir setzen jetzt hier zusammen mit dem Direktor der Sammlung der Kulturen der Welt, Dr.
00:00:58: Lars Frühsorge.
00:00:59: Moin Lars Wir wollen jetzt von dir mehr über die Seidenstraße wissen und auch Gedanken auf die Seidensstraße über die Seitensstraßen mit ihr reisen.
00:01:06: Ja sehr schön das ist genau die Idee der Ausstellung dass wir gemeinsam eine Reise machen.
00:01:11: Leg ich mal los mit der ersten Frage.
00:01:12: Lars Lübeck hatte ja keine direkte geografische Verbindung zur Seidenstrasse Und trotzdem war sie ja sehr wichtig für die Hansestadt im Mittelalter.
00:01:23: aus China wurde ja auch in Lübeck gehandelt.
00:01:27: Erzähl uns doch mal, welche Connections hatten die Kaufleute der Hanse zu den Händlern der Seidenstraße?
00:01:34: Tatsächlich sind das, wie du ganz richtig sagst eher indirekte Connections.
00:01:37: im Mittelalter also und Höhezeit der Hanse sind das indirekte Beziehungen.
00:01:42: Die Waren, die also aus China, aus Osten-Zentralasien kommen, die kommen eher in Städten wie Venedig an wo es dann aber durchaus schon Lübecker Kaufleute gibt, die dort zum Beispiel im Tuchhandel tätig sind.
00:01:53: Da gibt es auch Porträts von solchen Kaufleuten im Sankt Anmuseum zu sehen weswegen die Ausstellung da wieder excellent hineinpasst.
00:01:59: Es geht aber vor allen Dingen auch um den Transfer von Wissen in dieser Ausstellung.
00:02:02: Also nicht nur Waren die jetzt von A nach B gereist sind sondern viele Dinge, die wir heute als Lübsch ansehen.
00:02:08: Die haben dann auch höflich ihre Wurzeln auf der Seidenstraße?
00:02:12: Ja es wurden ja wenn wir über die Waren reden kostbare Güter gehandelt also Tee Porzellan Gewürze Glas Edelsteine oder Weihrauch aber auch Opium gelangten über die Seidenstrasse nach Europa wie du schon gesagt hast.
00:02:26: Es wurde nicht nur mit Waren gehandlt weil die Seidestraße das war ja gewissermaßen so eine Art Highway dieser Wissens- und Kultur- und auch Religionstransfer stattfand.
00:02:36: Und ich glaube gerade ja auch von Richtung Asien nach Europa?
00:02:42: Ganz genau, es gibt ja diese Sprichwort exoriente Luxe das Licht aus dem Osten ursprünglich auf das Christentum bezogen was ja auch seine Wurzeln in Asien hat aber eben auch das Bewusstsein was wir hier in Europa hatten dass zum Beispiel die islamische Wissenschaft die Medizin uns hier in Weit voraus war im Vergleich.
00:02:59: Und vieles anderes wissen auch, da ist ganz viel auf der Seidenstraße transportiert wordene Religionen.
00:03:05: Viel von Ost nach West aber auch umgekehrt.
00:03:07: also es ist ein ganz dynamisches Feld und wenn man so einzelnen Fragen nachgeht das ist uns immer wieder bei der Recherche so gegangen wo ist jetzt wirklich etwas ursprünglich her gekommen?
00:03:15: die Seite des Schachspiel dann gibt es da immer ganz verschiedene Theorien.
00:03:19: jedes Land claimte etwas für sich.
00:03:21: Man sieht es ja sehr schön, ich weiß gar nicht ob der Film noch aktuell läuft aber im Medikus.
00:03:25: Also das ist ja das Thema die orientalische Medizin und wir haben hier gewissermaßen medizinisch auch auf den Bäumen gelebt so ungefähr während da schon richtig operiert wurde.
00:03:35: Operiert in der Mathematik, in der Astronomie aber auch ein ganz handfesten landwirtschaftlichen Ding.
00:03:40: zum Beispiel war das sehr viel weiter.
00:03:42: In der Mathematik, der Logaritmus, der Algorithmus – das sind alles Dinge aus Zentralasien, die wir heute nicht hätten ohne diesen Kulturtransfer.
00:03:49: Astrologie!
00:03:51: Erfindung wie Papier oder Buchdruck, dann auch Schießpulver oder das Schachspiel.
00:03:57: Die kam ja über die Seitenstraße nach Europa und es gibt sogar die Theorie dass das berühmte Lübecker Marzipan Eigentlich eine persische Erfindung.
00:04:07: Das
00:04:07: kann doch gar nicht sein, oder?
00:04:08: Das ist jetzt natürlich ein dünnes Eis auf dem ich mich hier in Lübeck bewege!
00:04:12: Aber ja die ältesten Nachweise von Mischungen von Zucker und Mandeln finden sich in arabischen und persischen Manuskripten Und das sind wir schon im Jahr tausend also deutlich bevor damit in LÜBEK gehandelt wurde.
00:04:23: In Lübek wird Marzipan erst relativ spät Also am Ende des Mittelalters erstmalig ins Schriftquellen erwähnt und es war auch ein absolutes Luxus.
00:04:30: gut Es war ein Medizinprodukt übrigens in der arabischen Welt auch und etwas, was zu ganz besonderen Anlässen war.
00:04:36: Und es gab in Nürburgring immer wieder auch Gesetze gegen den Luxus, gegen die Verschwänzung.
00:04:40: Es gab immer wieder Marzipanverbote, was ich sehr interessant finde, verglichen mit der Bedeutung, die das Produkt heute für uns hat.
00:04:46: Kriegt man ja in jedem Supermarkt jetzt?
00:04:48: Ja, damals wurde es glaube ich sogar eine Apotheken verkauft.
00:04:51: In Apothecken verkauft – und heute finden wir Niederäger tatsächlich – habe ich auf dem Flughafen von Shanghai gesehen.
00:04:55: halt so!
00:04:56: Unglaublich!
00:04:57: Aber ich glaube im Orient wurde noch keine Schokolade drübergezogen.
00:05:00: Bin nicht mehr ganz sicher... Aber wer weiß das genau, ne?
00:05:02: Doch auch das stimmt.
00:05:04: Also ein anderer Schwerpunkt auf dem wir jetzt zu sprechen kommen Ereignisse die sind ja heute in wenigen Sekunden rund um den Erdball für alle Menschen verfügbar wenn du ein Handy hast.
00:05:16: Das war früher ja ganz ganz anders.
00:05:19: das dauerte oft Monate oder auch Jahre bis Nachrichten sich dann verbreiteten.
00:05:25: Die Seidenstraße das war so eine Art dynamisches Informationsnetzwerk Und man konnte ja fast sagen so eine der ersten Nachrichten bürsen, oder Lars?
00:05:35: Ganz klar.
00:05:35: Es gab wirklich diesen Transfer der Händler die wissen mitgebracht haben Handwerker, die gereist sind zum Beispiel jetzt Kunsthandwerker Silber, Goldschmiede zb aber auch der religiöse transfer buddhistische Mönche sind bis nach Griechenland gereist haben wahrscheinlich viel mehr unsere Antikophile so viel beeinflusst als wir bisher wissen genauso im Islam, die Koran-Schulen.
00:05:54: Das waren auch Orte des Wissens, wo medizinisches Wissenwo, astronomisches Wissen einerseits bewahrt wurde aber auch weitergegeben wurde.
00:06:01: mit der Ausbreitung des Islames und des Buddhismus ist eben ganz viel Wissen zwischen Ost und West zwischen Nord und Süd verbereitet worden.
00:06:07: das ist ein ganz wesentlicher Teil der Seidenstraße viel mehr vielleicht sogar als der wirklich Handel mit physischen Waren
00:06:13: Aber auch die Weitergabe von Ereignissen beispielsweise politische Tod eines Königs Umstürze, Revolten.
00:06:22: So was wurde ja dann auch weitergetragen über die Seitenstraße und die Händler
00:06:25: dort.".
00:06:26: Ja, es gab da zum Teil auch relativ gute Verbindungen gemessen an der damaligen Zeit.
00:06:30: Zum Beispiel das Mongolische Reich was wir als etwas sehr Negatives kennengelernt haben Das waren sehr etablierte Reiterkulturen wo sich sehr gut Nachrichten verbreitet haben.
00:06:39: aber es gab viele kulturelle Missverständnisse.
00:06:41: wenn wir zb den Bericht von Marco Polo lesen Da gibt's viele Dinge die er in China gesehen haben will Die aber nicht so richtig plausibel sind.
00:06:49: Den Buddhismus hat er ziemlich falsch verstanden Wenn man das liest was er da schreibt Seine Vorstellung von Japans und auch relativ rudimentär.
00:06:55: Genau so ist es aber auch umgekehrt, als in der Handynastie also ungefähr hundert vor Christus chinesische Schriftstelle anfangen.
00:07:01: was die Gerüchte weise über die Seidenstraße indirekt über das römische Reich gehört haben ist.
00:07:06: Das nach dem was wir heute wissen auch ein bisschen krude.
00:07:10: Marco Polo da fällt mir an die Nudel Und die Tortellini und überhaupt, sie kommen wahrscheinlich auch aus Asien.
00:07:15: Das ist wahrscheinlich für die Italiener ein ähnliches Reizthema wie das Marzipan in Lübeck.
00:07:21: Das Herzstück der Ausstellung ist die Zentralasien-Sammlung von Richard Karutz dem ersten Direktor des Lübäcker Völkerkundemuseums.
00:07:29: so hieß die Sammlung der Kulturen der Welt früher und der bereiste ZentralAsien von drei bis neunzehntsieben.
00:07:37: was hat er von diesen Reisen mitgebracht lassen?
00:07:39: Ganz interessante Dinge.
00:07:40: er hat fotografiert, er hat Reiseberichte geschrieben und hat vor allen Dingen Alltagsgegenstände mitgebracht.
00:07:45: Kleidung, Gegenstände des täglichen Lebens sowohl aus diesen uralten Jahrtausende alten Oasen-Städten wo es wirklich sehr komplexe Wissenskulturen gab aber eben auch in der normalischen Kultur.
00:07:57: Es gibt Fotos die er gemacht hat, wo er in einem Jurtencamp ist und wo Mädchen ihn ganz verschüchtert.
00:08:03: Anlachender merkt man da haben wirklich Menschen in irgendeiner Form connectet.
00:08:06: Und das ist sehr spannend weil nach Karotsreise kam ja die Zeit der Sowjetunion.
00:08:11: Da hat sich kulturell ökologisch wahnsinnig viel verändert.
00:08:14: es hat große Umwälzungen auch ökologie Katastrophen wie die Katastrophe das Aralsee gegeben.
00:08:19: und diese Sammlung Karots ist für die Geschichte wahnsinnigt wichtig weil sie eigentlich zeigt wie quasi Zentralasien vor dieser Sowjetilisierung war.
00:08:27: Und wir hoffen eben auch, dass die Menschen in ZentralAsien auf diese alten Sammlung, diese alten Texte zurückgreifen um sich ein Bild davon zu machen, wie ihre kulturellen Wurzeln eigentlich waren.
00:08:37: Also eine identitätsstiftende Sammlung auch.
00:08:40: Das war eine Idee, mein Korkurator Dr.
00:08:42: Olaf Günther hat eine sehr umfangreiche Website angelegt speziell auch mit Möglichkeiten die in verschiedenen Zentralasiatischen Sprachen sich anzuschauen und als jedes unsere Objekte dargestellt und eine Idee war ich sage das ganz offen auch unabhängig von Propaganda diese Dinge anzugucken.
00:09:00: Universitäten in Uzbekistan, in Zentralasien ist es noch sehr stark.
00:09:04: Dass die russische Geschichtsschreibung dominiert und was wir hier in Deutschland haben gibt den Menschen vielleicht die Möglichkeit sich nochmal unabhängig ein Bild von ihrer eigenen Vergangenheit zu machen?
00:09:13: Das ist eine Hoffnung, die wir haben.
00:09:14: ja!
00:09:15: Das Thema Pandemie das hat uns alle vor gar nicht allzu langer Zeit sehr beschäftigt über die Seidenstraße.
00:09:22: da wurden ja nicht nur Güter verbreitet sondern auch Krankheiten wie zum Beispiel Pest.
00:09:28: Genau, die Pest, die dann Lübeck erreicht ist ganz klar aus Ostasien gekommen.
00:09:32: Das können wir sehr gut nachvollziehen.
00:09:33: Es hat immer wieder Pandemie gegeben.
00:09:34: es sind Krankheiten in beide Richtungen gereist Und das thematisieren wir ebenfalls in der Ausstellung.
00:09:39: In allen Kulturen hat es immer auch Möglichkeiten oder Versuche gegeben, sich zu schützen mit Amuletten und Medizin.
00:09:45: Der Medizin Buddha ist zum Beispiel eine Figur die unsere Ausstellung auftaucht, dass viele medizinische Wissen... Zum Beispiel in Tibet hat es eine große jahrhundertealte medizinischen Traditionen gegeben.
00:09:55: Auch dieses Wissen ist eben auf der Seitenstraße gereist.
00:09:57: Die Krankheit aber auch die Heilung!
00:10:00: Ihr könnt in der Ausstellung insgesamt hundert Exponate aus achtzehnten Ländern sehen.
00:10:05: Zu sehen ist aber auch Gegenwartskunst, zum Beispiel ein eigens für diese Ausstellung angefertigtes Hochzeitkleid.
00:10:13: und jetzt bin ich sehr gespannt Lars was hat es mit diesem Kleid auf sich?
00:10:17: Das ist ein Kleid aus Uzbekistan, was also traditionelle Form aufnimmt.
00:10:22: Was also nicht das klassische weiße Barotkleid ist wie wir das hier in Europa kennen.
00:10:26: und es zeigt sehr schön, wie eben auch die Menschen in Uzbekstan sich heute wieder auf ihre kulturellen Wurzeln besinnen.
00:10:32: Nicht nur quasi einen Abklatsch von unseren europäischen Traditionen machen wollen sondern auch stolz auf ihre eigene Nationalität sind Und da könnte man sehr viel darüber erzählen.
00:10:41: aber ich möchte nicht mit Details an dieser Stelle langweilen
00:10:45: Genau.
00:10:46: Ich hatte jetzt gedacht, bevor ich die Ausstellung gesehen habe Hochzeitsleit verbinden wir ja hier im Westen immer mit der Farbe Weiß.
00:10:53: das ist natürlich in anderen Kulturen ganz anders.
00:10:56: Wir haben in Usbekistan und ganzen islamischen Raum ganz verschiedene Farben.
00:11:01: Hier haben wir es zum Beispiel mit einem Kleid zu tun wo rot- und blau vorherrschende Farben sind.
00:11:06: Es wird gerne auch mit Goldsticke rein zum Beispiel gearbeitet.
00:11:10: Aber tolle Schuhe müssen es sein, ich weiß noch als ich selber in Usbekistan war und eine Moschee besuchte das dort gerade ein Brautpaar gesegnet wurde.
00:11:18: Und ganz tolle schuhe da hat einfach ausgezogen worden.
00:11:21: man muss ja bevor man an eine Mosche geht die Schuher ausziehen.
00:11:23: das fand ich interessant.
00:11:24: also da gute Schuhen muss einem Braut dann trotzdem haben und die wären auch westlicher Natur.
00:11:30: Okay also Schnittmengen gibt es aber eben auch keine Schnittmenge.
00:11:33: spannend Lars, ihr verzichtet ja bewusst auf klassische Museumstexte und habt euch stattdessen für Infoboxen im Jagon von Reiserhandbüchern entschieden?
00:11:45: Warum habt ihr das gemacht?
00:11:47: Weil wir tatsächlich dieses Thema des Reisen so ein bisschen aufgreifen wollten.
00:11:51: Die Erstellung heißt der Lübecker-Diwan an Reiseführer.
00:11:53: Der Diwan ist ein Gedanke, dass man Meisterwerke sammelt – literarische Meisterwerte Und der Reiseführer sollte sich genauso abbilden in der Art, wie wir Texte schreiben.
00:12:02: Wir finden das interessant weil Reisefuhrer neigen dazu natürlich Dinge auch manchmal in einer sehr fluffigen Art und Weise darzustellen.
00:12:09: Das war für mein Team eine durchaus interessante Inspiration mal zu versuchen einem etwas anderen Stil zu schreiben Nicht ganz so fachlich nicht ganz so detailliert.
00:12:17: also die Insider die jetzt das letzte Detail über das Objekt und seine Machart erfahren wollen Für die ist es vielleicht noch einmal eine Umstellung.
00:12:24: Aber ich finde es gut, auch eine Zugänglichkeit mal auszuprobieren.
00:12:27: Es ist ein Experiment
00:12:28: und ihr sprecht da wahrscheinlich mehr die Emotionen mit an?
00:12:32: Genau!
00:12:32: Es gibt schöne literarische Zitate.
00:12:34: Es gibt natürlich auch diese harten geografischen Faxen so wie Lenderbox wo man glaubt auf einer Seite alles Relevante über einen Land schreiben zu können.
00:12:41: Ein bisschen auch ironisch offen gesagt weil natürlich kann man nicht auf einer A-Vierseite ein komplettes Land charakterisieren.
00:12:47: aber genau darum geht es uns ja auch immer in unserer Arbeit irgendwo die Vielfalt der Kulturen zu zeigen.
00:12:52: Wir reisen ja in dieser Ausstellung erst mal so im Geiste, in unserer Fantasie.
00:12:56: Aber wenn wir jetzt sagen das reicht mir nicht!
00:12:59: Ich will noch mehr haben.
00:13:00: Ja da wird es im Herbst im Rahmen des Begleitprogramms eine begleitete Reise durch Turkmenistan und Uzbekistan geben.
00:13:08: Lass wer kann damit fahren und was habt ihr da genau geplant?
00:13:12: Diese Reise entsteht in Kooperation mit unserem Förderverein der Gesellschaft für Geografie und Kultur in der Welt, die in der Vergangenheit schon sehr interessante Exkursionen hatten.
00:13:22: Und der Gedanke war das wieder zu öffnen.
00:13:24: In erster Linie hatten wir an Vereinsmitglieder gedacht aber solange Plätze freisend ist jeder Gast der Ausstellung willkommen sich dem anzuschließen.
00:13:31: es ist ein bisschen eine reise die bekanntes und unbekanntes umfasst.
00:13:35: Turkministern ist ein Land was wirklich bisher wenig bereist wird aufgrund auch bis vor kurzem sehr schwierigen politischen lager.
00:13:41: da werden Neuland betreten, da brauchen wir ein bisschen Abenteuerlust auch.
00:13:45: Das wird nicht unbedingt der beste Hotelstandard sein aber viele andere Dinge die wir sehen können und Usbekistan das ist natürlich Seidenstraße pur das sind Ort wie Samarkand Buchhara mit denen wir also all diese Traumbilder des Orient praktisch verbinden.
00:13:57: und das finde ich auch immer sehr spannend.
00:13:59: diese Dinge zu sehen, die Fantasien in unseren Köpfen uns wieder mit der Realität zu konfrontieren.
00:14:03: Es wird ein sehr spannendes Angebot und es ist auch mein Co-Korator Dr.
00:14:07: Olaf Günther der tatsächlich die Reise leitet.
00:14:09: also der Mensch damit mir die Ausstellung gestaltet führt dann auch durchs Land.
00:14:13: Das ist ein charmantes Format, das wollen wir gerne ausprobieren und wenn es gut ist geht es in Serie.
00:14:18: Spannend!
00:14:18: Aus dem Museum raus in die Welt.
00:14:20: Genau.
00:14:21: Ein großes
00:14:21: Abenteuer.
00:14:22: Absolut.
00:14:23: Lasst uns jetzt einen Punkt des Begleitprogramms diese Reise.
00:14:27: was habt ihr denn da noch alles geplant?
00:14:29: Ganz verschiedene Dinge.
00:14:30: Schach ist ja ein Spiel, das über die Seidenstraße gekommen ist.
00:14:33: Da wollen wir ein bisschen Programm zu machen.
00:14:35: Es wird eine kulinarische Reise, eine Tee-Reise geben wo wir Tee von verschiedenen Ländern dieser Seidenstrasse ausprobieren.
00:14:42: Wir haben eine sehr schöne Performatiere für Führung durch die Ausstellung Wo wir also uns tanzen speziell dem Thema des Buddhismus annähern werden.
00:14:51: es gibt eine Spezialführung Die ich machen darf zum Weltfrauentag wo es speziell um Frauenthemen noch einmal gehen wird und viele andere Dinge.
00:14:58: Tanzt du auch oder?
00:15:00: Nein, das tanzen überlasse ich Leute die da etwas weniger hüftsteif sind als ich.
00:15:04: Okay dann musst du uns überzeugen lassen wenn euch das interessiert.
00:15:08: das Begleitprogramm und die Ausstellung das findet ihr im Netz.
00:15:14: Ihr geht entweder über Lübecker-Museen oder halt sucht nach Sammlung Kulturen der Welt.
00:15:20: Die Ausstellung ist ab siebten März zu sehen und Sie heißt, der Lübekadivan ein Reiseführer für die Seidenstraße?
00:15:27: Ja!
00:15:27: Und jetzt habe ich aber noch eine Frage weil ja es weiß ja dass wir beide so bisschen nördig aus sind und die Seidensstraße hat immer auch die Fantasie von Autorinnen und Autoren angeregt.
00:15:38: Es gibt zum Beispiel den Klassiker Die Seidenstraße, also mittlerweile ist ja schon fast ein Klassiker von Colin Faulkiner.
00:15:45: Hast du einen spannenden Buch-Tipp für uns?
00:15:47: Wer man sich dafür interessiert und wo man beim Lesen vielleicht auch in dieser Welt verlieren kann?
00:15:53: Ja tatsächlich etwas was mal kein Fachbuch ist das ist für uns Fachleute immer schwierig.
00:15:57: aber es gibt eine tolle japanische Comicreihe also ein Manga.
00:16:01: da heißt Young Brights Story.
00:16:03: Das ist eine inzwischen teilweise schon vergriffene Reihe wo quasi die Geschichte Zentralasien ist die Geschichte der Seidenstrasse aus der Perspektive verschiedener junger Frauen erzählt wird.
00:16:12: Da geht es um den Clash von Normaden und sesshaften Menschen, da geht es auch um die russische Kolonisationen in diesem Gebiet.
00:16:19: Da werden ganz viele Themen quasi aufgegriffen und auch mal aus einer weiblichen Perspektiv sehr empathisch geschildert in ganz tollen Bildern.
00:16:28: Deswegen legen wir diesen Mange an der Ausstellung aus.
00:16:31: Das Lesen werden auch ganz viel Exponat in der Ausstellung wiederfinden.
00:16:34: also das ist sehr gut gemacht.
00:16:35: und dann möchte ich diesmal tatsächlich ein fiktionales Werk empfehlen.
00:16:40: Spannender Tipp.
00:16:41: Und es gibt sehr, sehr viele Bände davon und ja guckt mal im Netz ob ihr was findet.
00:16:45: ich glaube das lohnt sich.
00:16:46: Lasst uns hat man wieder sehr viel Freude gemacht mit dir zu sprechen über die Ausstellung und ja das macht Lust da reinzugehen.
00:16:54: Ja
00:16:54: und in Geiste bin ich wirklich schon über die staubigen Straßen der Seiden Die staubige Abschnitte der Seitenstraße gerade mit dir geritten.
00:17:02: vielleicht bildet mir so einen auf dem Rücken eines Kamels.
00:17:05: Ich glaub du hättest zu Fuß gehen müssen.
00:17:07: Hauptsache ist da etwas wärmer als hier, das wäre auf jeden Fall schon sehr strenges Wert.
00:17:12: Lass viele sind doch gar nicht wahrscheinlich geritten sondern auch viele sind zu Fuß gegangen oder?
00:17:16: Viele sind zu Fuss gegangen, viele Kulturen gerade im islamischen Raum finden an Esel auch viel wertvoller als ein Pferd weil es natürlich ein viel robustes Tier ist.
00:17:24: aber Pferde waren auch ein wichtiges Handelsgut auf der Seitenstraße.
00:17:28: Chinesen haben gerne Pferden aus zentral Asien zum Beispiel importiert weil sie jetzt besonders wertvoll galten.
00:17:33: dass man die sogenannten Himmelspherde die waren sehr gefragt
00:17:36: Passt ja auch zum chinesischen neuen Jahr das Ja des Feuerpferdes.
00:17:41: Lass wir können jetzt noch Stunden weiter erzählen, weil so aus einer kleinen Geschichte ergibt sich die nächste und das ist ein ganzes Mosaik!
00:17:49: Weil alles hängt mit allem zusammen.
00:17:51: Genau so ist es und das zeigt seinen Straße sehr schön.
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